"ich hab für die vogue fotografiert", sagt m. beim pizzaessen, "aber nicht unter meinem namen. die vogue hat den erwin wurm gefragt, ob er nicht ein paar seiten herrenmode für sie fotografieren mag, und das kann der nicht. also kam die stylistin aus paris, mit ein paar schwarzen anzügen, und er hat den models gesagt, wie sie sich hinstellen sollen, und ich hab die fotos gemacht. kommen im märz raus. und steht dann natürlich wurms name auf den bildern."
"lüge," sag ich, "schwindel, glaub ich nicht, brutaler illusionsraub, hilfehilfe."
"in der jürgen teller ausstellung sind ja auch keine fotos von jürgen teller."
"?!?"
"alles von irgendnem assistenten, ist doch selber auf den meisten bildern drauf, der teller. und wurm, der mann hat zeitgleich 6 ausstellungen auf der welt, wie soll denn das sonst funktionieren. "na für dich lass ich ma nichts neues einfallen", hat er zu mir gesagt, und los gings. immer dasselbe."
da ist mir die geschichte von der liebe wieder eingefallen, wer hat die mir erzählt? ein alter mann erinnert sich, wie seine mutter ihm zur belohnung für schulische erfolge immer ein mittagessen nach wunsch gekocht hat. und er sagt: palatschinken! und die mutter sagt, okay, aber palatschinken hattest du doch schon letztes mal als belohnungsessen?! und da geht dem mann das wesen der liebe zumindest mal ansatzweise auf: immer dasselbe. man hat einmal das gefunden, was man wirklich will, und dann will man es immer wieder. und nichts anderes mehr.
"bis man übersättigt ist", sagt m. "dann hört man wieder damit auf.", sage ich, "und es ist vorbei."
"lüge," sag ich, "schwindel, glaub ich nicht, brutaler illusionsraub, hilfehilfe."
"in der jürgen teller ausstellung sind ja auch keine fotos von jürgen teller."
"?!?"
"alles von irgendnem assistenten, ist doch selber auf den meisten bildern drauf, der teller. und wurm, der mann hat zeitgleich 6 ausstellungen auf der welt, wie soll denn das sonst funktionieren. "na für dich lass ich ma nichts neues einfallen", hat er zu mir gesagt, und los gings. immer dasselbe."
da ist mir die geschichte von der liebe wieder eingefallen, wer hat die mir erzählt? ein alter mann erinnert sich, wie seine mutter ihm zur belohnung für schulische erfolge immer ein mittagessen nach wunsch gekocht hat. und er sagt: palatschinken! und die mutter sagt, okay, aber palatschinken hattest du doch schon letztes mal als belohnungsessen?! und da geht dem mann das wesen der liebe zumindest mal ansatzweise auf: immer dasselbe. man hat einmal das gefunden, was man wirklich will, und dann will man es immer wieder. und nichts anderes mehr.
"bis man übersättigt ist", sagt m. "dann hört man wieder damit auf.", sage ich, "und es ist vorbei."
lliered - am Mittwoch, 10. November 2004, 16:52